Welcome to Stockholm

StockholmWährend sich der österreichische Sommer in den Geschichtsbüchern verewigt hat, ergriffen wir die Flucht. Am Programm stand Familienurlaub Part 2, diesmal ging’s mit dem Flieger nach Stockholm. Ich habe die 20 Grad Temperaturunterschied ohne gröbere Zwischenfälle überstanden und habe mich soweit akklimatisiert, dass ich bereit bin, ein paar Urlaubs-Eindrücke mit euch zu teilen.

Da wir nur ein verlängertes Wochenende zur Verfügung hatten, war die Zeit ein wenig knapp, das Programm relativ dicht. Nach erfolgreicher Landung in Schwedens Hauptstadt ging es gleich mit dem Bus (Flygbussarna, alle 10 Minuten vom Flughafen ) weiter in Richtung Altstadt. Erste Amtshandlung: Immo-Firma suchen und Schlüssel fürs Appartement checken. Bei all der Hektik kann es auch schon mal passieren, dass ein Reisemitglied den Koffer stehen lässt und erst ein paar hundert Meter später draufkommt. Trotzdem haben wir es, nach Spaziergang durch Einkaufsstraßen und vorbei am Palast, bis zur Unterkunft nach Gamla stan geschafft. Super chillige Dachwohnung, zwar ohne Türen zwischen den einzelnen Schlafplätzen, dafür mit eigener Dachterrasse und super Ausblick in alle Richtungen.

Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es auch gleich weiter: Eine Runde durch die Altstadt mit ihren vielen Lokalen und noch mehr Souvenirgeschäften, Richtung Palast (der im Vergleich zum Buckingham-Palace echt erbärmlich wirkt und eher aussieht wie ein Wiener Gemeindebau), am Ufer entlang Richtung „Künstlerviertel“, hinein in einen Platzregen. Danach hatten wir erstmal genug von der Stadt, waren wir doch von 30+ Graden etwas verwöhnt. Zeit also, den Abend (wenn auch nur mehr die „Jugend“) bei Essen und Alkohol nett ausklingen zu lassen, zum Beispiel im ausgezeichneten Bistro & Grill Ruby. Und nach einer 160 Euro Rechnung (mehr oder weniger zu Dritt) hatten wir zwar keinen Rausch, aber immerhin ein gutes Gefühl für die fremde Währung bekommen.

Palast und Reichstag

Am zweiten Tag trugen uns unsere Füße erst zum „Stadshus“, in dem jährlich die Nobelpreise vergeben werden (bis auf den Friedensnobelpreis, dieser wird in Oslo vergeben), danach quer durch die Stadt zur „Saluhall“, einer wunderschönen Markthalle aus dem Jahre 1880. Von Käse über Steaks bis hin zu Fisch und Konsorten gibt es dort alles was der Gusto begehrt. Wir haben uns dann trotzdem gegen eine gesunde Mahlzeit entschieden und lieber im „Kunstradgarden“ bei Bier und Wein den wolkigen und kühlen Nachmittag genossen.

Saluhall und Park

Auf den Alkoholkonsum ist möglicherweise auch die Buchung unserer Bootsfahrt zurückzuführen. Auf die Frage, wann das nächste Boot abfährt, bekam ich die Antwort „Under the Bridges at 3“. „Passt“, habe ich mir gedacht.  „Um 3 fahrt das nächste Boot unter der Brücke weg. Ich nehm‘ dann bitte 6 Tickets“. Tja, die Abfahrtzeit war zwar korrekt, aber die Bootsfahrt war nicht die reguläre, einstündige Rundfahrt, sondern die 2 stündige Fahrt „Under the Bridges of Stockholm“. Schön war es trotzdem, man bekommt bei der Fahrt doch einiges erzählt – zahlt sich auf jeden Fall aus, vor allem,  wenn man nicht die Zeit hat, sich selbst alles anzusehen.

Wie in jeder Stadt, ist natürlich auch der Besuch des Hard Rock Cafes‘ Pflicht, und ich muss sagen, dass Stockholm zwar den kleinsten Shop, dafür aber eines der schönsten HRC an sich hat (war ja doch schon in einigen drinnen).

Bevor wir am Sonntag auch schon wieder die Heimreise antreten mussten, nutzen wir den sonnigen Samstag noch für Besuche des „Skansen“ – einem Freilichtmuseum – sowie dem Vasa-Museum. Vor allem Zweiteres ist besonders beeindruckend. Immerhin steht dort ein Kriegsschiff, welches 1628 gesunken ist und erst 1961 geborgen werden konnte. Das Schiff ist in einem super Zustand, das Museum gibt auch gute Einblicke in die Jahrelange Arbeit der Instandsetzung.

Skansen und Vasa

Übrigens sollte man genug Zeit einplanen und am Weg zu oder von den Museen noch in eines der zahlreichen Lokale am Ufer einkehren, sehr chillig 😉 Wir hatten leider nicht sooo viel Zeit, da am Abend noch eine „Dächerwanderung“ auf uns wartete. Die kostet fast so viel wie der Flug von Wien nach Stockholm (rund 70 Euro), ist aber ganz witzig. Zwar ist es eher ein Spaziergang auf einem Dach, aber auch hier erfahrt man viel über die Geschichte der Stadt (wenn man nicht schon alles bei einer Bootstour gehört hat 😉 )

Dachwanderung

Fazit:

Alles in allem war es ein weiterer netter Familienurlaub, auch wenn die Stadt selbst jetzt nicht der Oberhammer war. Vielleicht bräuchte man einfach mehr Zeit, um Stockholm von seiner besten Seite kennenzulernen, denn Städte wie Amsterdam, Venedig oder London verzaubern ihre Besucher meiner Meinung nach wesentlich schneller. Somit wird Stockholm wohl nicht so bald noch mal besucht, wenn schon Schweden, dann eher mit dem Wohnmobil durch die Landschaft, so wie dieser Herr hier.

2 Gedanken zu „Welcome to Stockholm

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