Dinge, die man (nicht) braucht: Staubsaugerroboter

Roomba TeaserWir leben in einer bequemen Welt! Das Auto bringt uns von A nach B, Rolltreppe und Lift ersparen uns mühsames Stufen steigen, der Lieferservice bringt uns das Essen vor die Haustür und die Waschmaschine entfernt etwaige Speisereste im Handumdrehen. Ja es gibt sogar Staubsauger-Roboter. Wir haben so einen und ich verrate euch, was der so kann.

Obwohl ich der Meinung bin, dass man nicht jedes dieser Dinge zwingend braucht, möchte ich mich zu diesem Zeitpunkt nicht auf eine derartige Diskussion einlassen und euch viel lieber etwas über unsere Anschaffung und die bisherigen Erfahrungen mit dem iRobot Roomba 630 – so die offizielle Bezeichnung – erzählen.

Die Ausgangssituation

Obwohl nicht primär für’s Putzen zuständig, hat meine bessere Hälfte damit begonnen, sich die durchaus große Auswahl an Staubsauger-Robotern einmal genauer anzusehen. Es gibt einige Hersteller, darunter namhafte Firmen wie Philips, LG oder Samsung. Bei einem Einsteigermodell muss man mit einem Preis von rund 300 Euro rechnen, nach oben gibt es keine Grenzen. Bei uns wurde es am Ende der iRobot Roomba 630, ein Modell aus der Kategorie „günstig“. Was ihn von teureren Modellen unterscheidet: er hat keine Programmierfunktion, weniger Ersatzteile und ja – das waren eigentlich schon die großen Unterschiede.

Für den 365 Tage andauernden Kampf gegen (in unserem Fall hauptsächlich) Hundehaare ist unser „Robbi“ dennoch gut gerüstet. 3 Knöpfe oben (Spot, Clean, Dock), seitlich eine kleine Bürste, damit auch der Staub entlang von Kanten oder aus der Ecke erreicht werden kann und eine Bürste an der Unterseite, vor allem hilfreich wenn er über Teppiche fahrt. Auch kleinere Hindernisse (Wäscheständer, Barhocker, Türleisten etc.) überwindet der Robbi meist ohne Probleme. Außerdem dabei: Eine Lichtschranke, mithilfe der man den Staubsauger-Roboter von Räumen oder Bereichen fernhalten kann. Ja und sonst? Saugen kann er auch, und ich habe ihn dabei beobachtet.

Good Robbi:

  • Einfache Installation: Ladestation anstecken, auf „Clean“ drücken und zurücklehnen.
  • Dank Robbi herrscht ohne viel Aufwand eine gewisse Grundreinlichkeit (Stichwort Hundehaare).
  • Überraschend gründlich: Dank seitlichen Borsten auch in Ecken und entlang von Kanten kein Dreck.
  • Intelligent: Wenn er wo ansteht, dreht er nicht einfach um, sondern fährt entlang der Kante weiter oder dreht eine komplette Runde um das Tischbein.
  • Fährt auch über Teppiche jeder Art.
  • Kehrt automatisch zur Ladestation zurück sobald er fertig oder der Akku leer ist.
  • Auffangbehälter und Filter lassen sich in wenigen Griffen entleeren und reinigen.
  • Macht alles auch wenn keiner zu Hause ist.

Bad Robbi:

  • Hat sich doch schon einige Male aufgehängt und folglich abgeschalten. Das passiert vor allem, wenn er sich zwischen zwei Hindernissen fest fährt.
  • Diverse Kabel sollte man entfernen. Auch andere Gegenstände, die ihm den Weg versperren. Je unverstellter der Raum, desto besser das Ergebnis.
  • Schwarzen Vorzimmer-Teppich meidet er – ich weiß nicht genau warum. Teppich hat einen relativen harten Rand und der Robbi fährt nicht hinauf, obwohl der Rand deutlich niedriger ist, als andere Hindernisse, die er überwindet.
  • Teppiche reinigt er nicht so gründlich wie Mensch mit herkömmlichen Staubsauger.
  • Einige Stellen sind auch für ihn unerreichbar (unter der Couch, in Ecken und Winkel der Wohnung, die zu klein für ihn sind, etc.).

Fazit

Nein, man braucht keinen Staubsauger-Roboter um gut zu leben, aber dennoch ist er irgendwie nett. Vor allem in einem Haushalt mit Tieren, da wir aufgrund der Hundehaare eigentlich täglich saugen könnten/müssten. Der Robbi ist diesbezüglich eine angenehme Bereicherung, weil er uns doch viel Zeit spart (außer man beobachtet ihn die ganze Zeit um zu sehen, ob er seinen Job auch gut macht :)).

Ganz ohne herkömmlichen Staubsauger geht es aber nicht, weil es immer Stellen gibt, an die er nicht kommt und folglich meine Vorstellungen eines perfekten Saug-Ergebnisses nicht zu 100% erfüllt. Also heißt es auch jetzt noch: von Zeit zu Zeit selbst den Staubsauger in die Hand nehmen und besonders verwinkelten Räumen und Teppichen eine angemessene Grundreinigung verpassen!

2 Gedanken zu „Dinge, die man (nicht) braucht: Staubsaugerroboter

  1. Zum schwarzen Teppich: da schlägt die Stufenerkennung an. Schwarz reflektiert das Licht für die Sensoren nicht und er meidet den Bereich.

    Es gibt als Zubehör auch spezielle schwarze Klebestreifen, um ihn von gewissen Bereichen fernzuhalten. Stichwort Futterschüssel bei Haustieren 😉

    • Das hab ich dann auch gelesen, eigentlich logisch. Aber wenn er sich in nem gewissen Winkel nähert, dann fährt er auch rauf 🙂 … Bei Stufen würde er dann wohl abstürzen ..

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