I had a Dream

LjubljanaEinen richtig schönen noch dazu. So schön, dass ich mir die meisten Details gemerkt habe und ich euch davon berichten möchte.

Im Traum war eigentlich alles ganz normal, ich kroch am Sonntag aus dem Bett, erledigte alles, was in der Früh nun mal so ansteht und freute mich über den herbstlichen Sonnenschein und die angenehmen Temperaturen. Außerdem war Wien Austragungsort der Basketball Europameisterschaft und an diesem Sonntag sollten das Spiel um Platz drei sowie das Finale stattfinden.

Also ging es schnell zum Bahnhof, mit einem Freund treffen und ab ins Zentrum. Dort angekommen besuchten wir eines der zahlreichen Lokale irgendwo direkt am Wasser, muss wohl der Donaukanal oder ähnliches gewesen sein, Bier und Burger galt es zu verzerren. Die Gegend war so einladend, dass wir es uns natürlich nicht nehmen ließen, noch ein wenig durch die Stadt zu flanieren. Neben freundlichen Menschen und anhaltendem Sonnenschein habe ich die vielen Basketball-Fans noch genau vor Augen. Normalerweise findet man davon in Österreich ja nicht all zu viele. Sie waren überall und genossen wie wir das tolle Angebot, die nette Atmosphäre und die angenehmen Temperaturen.

Auf dem Weg zur Stadthalle schauten wir noch am Rathausplatz vorbei, wo eine kleine Fan-Zone aufgebaut wurde, inklusive Public Viewing Leinwand, Bühne für Konzerte und DJ’s, einen eigenes aufgebauten Basketball-Court für Fanturniere, sowie das übliche Gastro-Angebot. Auch nett: Ottakringer verzierte Bierflaschen und Dosen mit bekannten Basketball-Stars, auch andere Marken nutzten die EM für ähnliche Aktionen.

Direkt vor der Stadthalle wurde der gesamte Märzpark ebenfalls zur Fan-Zone erklärt, und während wir uns in der Arena das Spiel Spanien vs. Kroatien angeschaut haben, wärmten sich draußen schon mal die französischen und litauischen Fans für das bevorstehende Finale auf. Suuuper Stimmung, inklusive Show Acts, 3on3 Streetball Turnier und Bierzelt.

Normalerweise heißt es ja, „man soll aufhören wenn’s am schönsten ist“, aber nicht so in meinem Traum. Also wanderten wir nach dem Spiel um Platz drei und kurzem Aufenthalt in der Fanzone für das Finale wieder zurück zum Rathausplatz und gaben uns, gemeinsam mit anderen Fans und neugierigen Passanten, das ausverkaufte Endspiel live auf der großen Leinwand. Nachher spielte noch eine super Live-Band, angeführt von einem Sänger namens „Magnifico“. Erinnerte mich ein wenig an Russkaja. Interessant, was man alles so träumt, nicht wahr?

Dann bin ich aufgewacht…

… und mir fiel ein, dass das nicht nur ein Traum war, sondern tatsächlich alles so passiert ist. Allerdings war es keine kurze Zugfahrt ins Zentrum, sondern eine sechsstündige Reise nach Ljubljana, Slowenien. Wir saßen nicht am Donaukanal, sondern in der wunderschönen Altstadt von Laibach, tranken kein Ottakringer, sondern, unter anderem, Union Bier. Gespielt wurde nicht in der, in die Jahre gekommenen, Wiener Stadthalle, sondern in der wunderschönen Stozice Arena, und Public Viewing gab es nicht am Rathausplatz, sondern am Kongresni trg, gleich neben dem Park Zvezda.

Nicht nur, das die slowenische Hauptstadt selbst auf jeden Fall einen Wochenendbesuch wert ist (und ich mir vorstellen könnte, sie erneut zu besuchen), war es schön zu sehen, dass sich in einer Stadt ausnahmsweise Mal alles um Basketball drehte. Was mir bleibt, ist eine schöne Erinnerung an ein perfektes Wochenende und die Gewissheit, dass in Österreich wohl nicht so bald eine Basketball-EM ausgetragen wird. Schade eigentlich! Also muss ich mich weiterhin mit kleinen Turnsälen begnügen und die heimische Bundesliga verfolgen. Wusstet ihr eigentlich, dass die Meisterschaft vergangenes Wochenende begonnen hat? – Tja, dachte ich es mir 🙂

Aber man wird ja noch träumen dürfen, von einem basketballverrückten Wien. Und sollte das Träumen allein nicht mehr genügen, bleibt einem immer noch ein Ausflug in eines unserer Nachbarländer – der Stellenwert von Basketball kann dort zumindest kaum niedriger sein als in Österreich 😉

In der Galerie unten gibt es selbstverständlich noch eine kleine Auswahl an Bildern, das komplette Album gibt es hier.

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