Smartwatch: Pebble 2.0

Pebble SmartwatchFreitag, 6. September 2013: An diesem Tag habe ich, nach wochenlangem Warten, meine Pebble erhalten – eine Smartwatch, die durch eine Kickstarter Kampagne finanziert wurde und sich im täglichen Gebrauch bewährt hat. Letzte Woche gab es das lang erwartete Update für Android, Grund genug, um endlich ein paar Worte über die Smartwatch zu verlieren.

Der Begriff „Smartwatch“ – und dank diverser Weiterentwicklungen auch „Smart Wearables“ – ist euch sicher schon mal untergekommen, taucht er doch regelmäßig in diversen Medien auf. Die Reaktionen im Freundeskreis und sonst wo zeigen aber, dass dann doch nicht alle wissen, was damit wirklich gemeint ist und was die Dinger können, also hier eine kleine Einführung:

„Aktuelle Smartwatches können neben der Uhrzeit weitere Informationen darstellen und lassen sich meist über zusätzliche Programme (sogenannte Apps) vom Anwender individuell mit neuen Funktionen aufrüsten.“
(Wikipedia: Smartwatch)

Die erste „Smartwatch“ wurde übrigens schon 2003 von Microsoft vorgestellt und konnte bereits einige Inhalte aus dem Internet darstellen, so richtig interessant wurde es meiner Meinung nach aber erst im Jahr 2012, mit Modellen wie beispielsweise der Sony SmartWatch, der italienischen i’m Watch oder eben der Pebble.

Auch wenn das Angebot nun größer ist und wahrscheinlich weiter wächst (Samsung Galaxy Gear, Gear 2, Gear Fit gibt es ja schon, Apple und Google arbeiten bereits an eigenen Produkten), kann man sagen, dass Pebble die erste kommerziell erfolgreiche Smartwatch auf den Markt brachte.

Pebble

Gekostet hat mich das gute Stück rund 150 Euro (wobei 30 Euro davon für den Zoll waren) – ein gerechtfertigter Preis wie ich finde. Mittlerweile gibt es auch die Pebble Steel (meine ist noch aus Plastik), die kostet allerdings 249 Dollar – schaut aber auch verdammt gut aus 😉

Finanziert wurde die Produktion damals über die Crowdfunding Plattform „Kickstarter“ – da ich mit meiner Bestellung etwas spät dran war musste ich auch dementsprechend lange warten, weil zuerst natürlich alle anderen vor mir beliefert wurde.

Pebble_Packung

Umso größer war die Freude, als sie dann endlich geliefert wurde. Aber was kann die Pebble jetzt eigentlich?

Funktionen

Zuallererst muss man die dazugehörige App auf dem Smartphone installieren und die Pebble mittels Bluetooth mit dem Smartphone verbinden (egal ober iPhone oder Android). Nur so kann man alle Funktionen nutzen, dazu gehören u.a. das Anzeigen von einkommenden Anrufen (sowie die Möglichkeit, diese abzuweisen. Nein, telefonieren kann man mit der Uhr nicht), Benachrichtigungen über Kalendereinträge, SMS, Facebook/Hangouts Nachrichten, Steuerung des gewünschten Musik Players am Handy usw.

Weiters lassen sich unterschiedliche Hintergründe auf die Uhr laden, die Auswahl an sogenannten Watchfaces ist riesig. Wer trotzdem nichts findet, der kann sich dank diverser Apps von Drittanbietern seinen eigenen Hintergrund erstellen (z.B. das gute, alte Sonics-Logo).

Pebble_Collage

Dank des Updates auf Pebble 2.0, welches vergangene Woche endlich auch für Android verfügbar war, gibt die dazugehörige App auch viel mehr her. In der früheren Version konnte man lediglich ein paar wenige Watchfaces laden, sonstige Apps mussten über diverse andere Seiten bezogen werden. Nicht sehr userfreundlich und auch eher umständlich.

Mittlerweile ist alles in der neuen App versammelt. Man findet unzählige Hintergründe und viele, viele Applikationen für die Pebble (z.B. ebay, Navigation, Übersetzer, RunKeeper, Evernote, Foursquare, Stoppuhren, diverseste Spiele uvm …). Also bestimmt für jeden etwas dabei 😉

Pebble_App

Aus meiner Sicht ebenfalls ein Vorteil: Die Pebble verzichtet, im Vergleich zur Konkurrenz, auf Schnick-Schnack (Farbdisplay, Touchscreen, Mikro, Kamera,…) und der stromsparende e-Ink Display (bekannt vom Kindle) wirkt sich natürlich auch positiv auf die Akkulaufzeit aus (ca. eine Woche – weniger, wenn sie ständig mit dem Handy verbunden ist).

188 Tage Pebble

Braucht man eine Smartwatch? Nein!
Habe ich sie ständig mit dem Handy verbunden und lese meine SMS auf ihr? Nein!
Würde ich sie wieder kaufen? Ja!

Die Pebble ist eine lustige Spielerei, obwohl man auf die Funktionen natürlich auch verzichten könnte. Trotzdem ist es manchmal schon angenehm, das Handy in der Tasche zu lassen und bspw. den Musik Player am Handgelenk zu bedienen bzw. zu sehen, wer einen anruft/schreibt. Aber spätestens beim Antworten oder Telefonieren muss man dann doch wieder ans Handy.

Verglichen mit Preisen von „dummen“ Uhren ist sie meiner Meinung nach im Rahmen, das Design gefällt mir und ich trage sie auch gerne als „normale“ Uhr. Man muss sich nur auf Scherze von Kollegen und anderen einstellen, und außerdem immer wieder die Frage beantworten, ob man mit der Uhr auch telefonieren kann.

3 Gedanken zu „Smartwatch: Pebble 2.0

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