London Calling

London_ThumbnailNeues von der Urlaubsfront! Obwohl ich – aufgrund diverser Vorurteile – immer gegen London war, so hat mich vor rund 10 Tagen eine Sportveranstaltung dorthin verschlagen: Das „Turkish Airlines Euroleague Final Four“, quasi das Championsleague-Finale des Basketballs. Am Ende stellte sich heraus, dass die Stadt selbst cooler war, als der eigentliche Grund der Reise.

Zuerst einmal zu dem Teil, der vielleicht noch ein paar mehr Leute interessiert: London. Wie schon erwähnt, stand London aufgrund diverser Vorurteile nicht sehr weit oben auf meiner Liste, aber eines vorweg: Ich war wirklich positiv überrascht und finde, London ist eine echt coole Stadt. Trafalgar Square mit Euroleague Final Four Fanzone, chillen am Leicester Square, spazieren im Hyde Park oder entlang der Themse – man hat jedenfalls genug Möglichkeiten, es sich dort gut gehen zu lassen und einfach nur die schönen Häuser, Gassen und Passagen zu bewundern. Und wenn man Zwischendurch mal eine kleine Pause braucht, kann man in eines der zahlreichen Pubs einkehren, die gütigerweise schon am Vormittag geöffnet haben 🙂  Dort ist es übrigens auch am Abend noch bequem, man muss halt nur bedenken, dass die Pubs um 23 Uhr schließen und entweder schon früh einen Rausch haben – so wie einige Gestalten die uns um 19 Uhr schon torkelnd entgegen gekommen sind – oder sich rechtzeitig nach Alternativen erkundigen.

Pub London

Weil wir nicht den ganzen Tag planlos herumspazieren und Bier trinken konnten (warum eigentlich nicht, haha), haben wir uns auch ein paar echte „Touri-Highlights“ nicht entgehen lassen. Palace of Westminster, Westminster Abbey, London Eye usw. haben wir zwar nur von außen gesehen, dafür haben wir den Tower of London auch von innen gesehen. Neben Waffenkammern, Königs-Betten, Folterturm und den üblichen Dingen, war vor allem die Ausstellung der Kronjuwelen beeindruckend. Fotos von der wertvollsten Sammlung von Diamanten und Juwelen gibt es leider nicht, aber ein paar Sachen (z.B. die riesige Punsch-Schüssel) könnt ich mir auch gut im Wohnzimmer vorstellen 🙂

Tower of London

Nach dem herumstapfen hatten wir noch das Vergnügen, eine geöffnete London Bridge beobachten zu dürfen – hätten wir das also auch abgehackt.

London Bridge

Eine weitere Touristen-Attraktion ist die Wachablöse beim Buckingham Palace. Schon verrückt, dass sich tausende Leute vor dem Palast versammeln, auch verrückt was bei der Wachablöse für eine Show abgezogen wird – daweil haben wir von der eigentlichen Zeremonie im Vorhof des Palasts gar nichts gesehen. Aber alleine der Einmarsch der, von Musikkapellen begleiteten, Soldaten war beeindruckend. War mir natürlich auch ein Video wert, welches ich euch nicht vorenthalten möchte:

ACHTUNG: Ab hier wird nur noch das Euroleague Final Four behandelt. Wen das nicht interessiert, der kann bis ans Ende zu den Bildern scrollen 😉

Euroleague Branding

Neben Sightseeing standen am Freitag Abend auch noch 2 Semi-Finali auf dem Programm. Weil ich der lieben Freundin nicht wirklich 5-6 Stunden Basketball am Stück antun wollte, dachte ich mir, dass wir einfach mal in die Arena fahren und dort ein wenig rumspazieren, was trinken/essen gehen und die Atmosphäre der Top-Veranstaltung genießen (so wie wir das auch schon in der O2 World in Berlin und Barclays Center in Brooklyn gemacht haben). Einfach in eine Bar in der Halle, die Fans beobachten, dass Spiel vielleicht durch ein Fenster oder per TV verfolgen.

 

Den Plan finde ich nach wie vor nicht schlecht und ich bin mir auch sicher, dass all das prinzipiell auch in der O2 Arena in London möglich ist, aber leider nicht, wenn man im isolierten Olympiakos Sektor sitzt.

Eine gefühlte halbe Stunde zum Eingang I gewandert um dort zu erfahren, dass der eigentliche Eingang „hinter diesem Zaun is“ und wir bitte von Außen hingehen müssen. Also alles wieder zurück und außerhalb noch mal versuchen („Zach, wenn wir drinnen sind haben wir uns ein Safterl verdient“). Next Stop Security Check: Münzen und Schlüssel im Plastiksackerl abgeben und nach der Veranstaltung abholen. Wie sich bei der Kontrolle herausstellte, hätte ich auch meine Glücksschweinchen im Geldbörsel abgeben sollen. Verabsäumt, also ab in den Mistkübel („Ok, es nervt schön langsam, ich brauch was zum Trinken“). Nur noch 4 Etagen trennen uns vom Glück, aber oben die große Ernüchterung. Zwei verhungerte Imbissbuden, alkoholfreies Bier und diverse Softdrinks. Keine Sitzmöglichkeiten, keine TV’s, kein Blick aufs Feld. Also ohne Getränke einfach mal zu den Plätzen, natürlich vorbei an 20 Sitzen, von der anderen Seite durften wir nicht in den Sektor, weil abgesperrt. Also nichts mit Bar und herumspazieren. Das mag an der Fankultur und den strengen Auflagen liegen und ich könnte noch ein paar Dinge aufzählen, aber  zusammenfassend kann man sagen: Die Erwartungen waren zu hoch, die Enttäuschung daher ziemlich groß.

Am Sonntag gab es noch das Finale, wir waren besser vorbereitet und konnten uns voll und ganz auf das Match zwischen Olympiakos und Real Madrid konzentrieren. Und auch wenn die Rahmenbedingungen meiner Meinung nach nicht ideal waren, die Leistung am Spielfeld war es. Das Spiel selbst war nämlich echt leiwand und auch die (griechischen) Fans in der Halle haben eine super Stimmung gemacht. Hab versucht, das Ganze auf Video festzuhalten, das beste Ergebnis gibt es hier:

Fazit: Super Stadt, Final Four mit versöhnlichem Ende und definitiv einen weiteren Besuch wert – auch wenn es wohl noch ein wenig dauern wird.

2 Gedanken zu „London Calling

Schreibe einen Kommentar zu Johannes Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.